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Aus dem Planungsausschuss vom 9. September 2009

Sportler müssen auf die "ganz schnelle" Lösung warten

CDU und FDP lehnen Kommission ab

Eigentlich eine gute Idee: eine Kommission zu gründen, in der Bewilligungsbehörde, Planer, Fraktionen und vor allem die Sportler selbst vertreten sind, um Empfehlungen und Wünsche zusammenzustellen, was denn mit den Sportstätten geschehen soll. Leider kam der Antrag von der SPD, und so wurde er wie immer in der Sitzung vom 9. September mit den Stimmen der CDU und FDP 9:6 abgeschmettert. Man wartet auf die eben gewählte Bürgermeisterin, und die kann ja mit ihrer angekündigten "ganz schnellen Entscheidung" erst ab November wirksam werden.

Da half auch der Hinweis der UWG nichts, dass doch folgende Reihenfolge richtig sei: Erst mit den Betroffenen sprechen, dann das Thema in Ausschuss und Rat. Nein, die CDU will es wieder andersherum. Jetzt muss man gespannt sein, wie Frau Schemmann dieses Dilemma lösen will. Auch sie hat sich ja klar dafür ausgesprochen, zuerst die Sportler einzubeziehen. Wird sie sich durchsetzen und dann doch noch - zwei Monate später als nach dem SPD-Antrag möglich - eine ähnliche Kommission ins Leben rufen, oder sich "ganz schnell entscheiden", aber ohne Sportler, etwa gar gegen die CDU? Wie gesagt, das kann spannend werden, und da bei der Kommunalwahl weiterhin viele Wähler auf CDU, FDP und Frau Schemmann gesetzt haben, kann die Opposition nur zuschauen. Pech gehabt, liebe Sportler!


Gemeinde sitzt beim Sportstättenumzug in der Klemme

Gegen die warnenden Worte und Alternativvorschläge der UWG wurde seinerzeit der Flächennutzungsplan mit den Stimmen der absoluten CDU-Mehrheit voreilig abgesegnet. Danach sollen an der Ewigmannstiege völlig neue Sportstätten entstehen. Das alte Sportgelände an der Bahnhofstraße wurde in ein gemischtes Gewerbegebiet umgewandelt. Daraus versprach sich die CDU erhebliche Einnahmen beim Verkauf der Grundstücke. Von diesem Optimismus ist heute nichts mehr zu spüren.

Zum damaligen Zeitpunkt gab es kein Gutachten, das die Alternative "Aufrüstung des alten Sportgeländes" untersucht hätte. Auch waren die Sportvereine nicht in die Planungen einbezogen worden.

Jetzt sitzt die Gemeinde in folgender Zwickmühle:

  • Die Umzugskosten liegen bei ca. 3 Millionen und sind wesentlich teurer, als wenn man an der Bahnhofstraße bliebe (ca. 1,8 Millionen). (Anmerkung: Das sind ganz andere Summen als die für den Ankauf des Bispinghofs benötigte.) Überdies wollen die Reiter nicht mit den übrigen Sportlern zusammenziehen. Deshalb hatte Frau Schemmann sich - entgegen der Haltung der CDU - schon gegen den Umzug ausgesprochen.

  • Um jetzt doch noch das alte Sportgelände aufzurüsten, müsste der Flächennutzungsplan geändert werden, mit allen Einspruchsmöglichkeiten der Anlieger. Das scheint sehr risikoreich und bedeutet eine Verzögerung von Jahren. Deshalb sah Herr Fink seinerzeit im Wahlkampf keine andere Möglichkeit mehr als den Umzug.

Fazit: Mit absoluter CDU-Mehrheit in die Sackgasse

Es sind natürlich jetzt auch die Sportvereine gefragt, was sie lieber wollen:

  • Den Umzug zu solch hohen Kosten, dass dabei Wünschenswertes und Wichtiges auf der Strecke bleibt, weil es nicht bezahlbar ist?

  • Oder den dornenreichen und langwierigen Weg, den Flächennutzungsplan zu ändern und doch an der Bahnhofstraße zu bleiben, wobei in den Sternen steht, wo da die neue Sporthalle errichtet werden könnte.

Die UWG empfiehlt die erste Alternative, wird aber nichts entscheiden, bevor sich die Sportvereine nicht eindeutig festgelegt haben.

Seitengestaltung / verantwortlich: Rudolf Fischer <fischru@uni-muenster.de> 2009-09-09