UWG Unabhängige
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Nordwalde
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UWG unterstützt die Stiftung Bispinghof

Warum die Gemeinde den Bispinghof kaufen sollte

Erschreckend viele Nordwalder antworten auf die Frage, was es in Nordwalde Einmaliges und Bemerkenswertes gibt: Nichts!

Der historische Ortskern, rund um die Kirche und Lange Straße, ist in den 70er Jahren unter einem von der CDU beherrschten Rat runiert worden. Jeder sieht heute, dass hier gründlich saniert werden muss. Doch das wird kaum einen Anziehungspunkt schaffen, der so beeindruckend ist, dass auch auswärtige Besucher deshalb den Weg nach Nordwalde finden.

Das einzige, das in Nordwalde noch Vorzeigecharakter hat, ist der Speicher des Bispinghofes, aber für spektakulärere Veranstaltungen ist er zu klein. Deshalb bemüht sich wie bekannt die Bürgerstiftung Bispinghof, das ganze Gelände zu kaufen und daraus ein Kulturzentrum zu machen, mit dem sich alle Nordwalder als "ihre Begegnungsstätte" identifizieren können. Dazu muss die Bürgerstiftung in absehbarer Zeit ein Nutzungskonzept vorlegen, das den Plänen und Visionen der Nordwalder gerecht wird. Alle folgenden Überlegungen zu einer Unterstützung durch die Gemeinde gehen natürlich von dieser Voraussetzung aus.

Ludwig Reichert bei der Überreichung

Als erste der im Rat vertretenen Parteien solidarisierte sich die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) sichtbar mit der Bürgerstiftung Bispinghof. Paul Kappert und Ludwig Reichert übergaben im Namen eines Freundeskreises der UWG die gesammelten Zusagen über 500 EUR an die Initiatoren. Für die Stifterversammlung vertritt Ludwig Reichert den Freundeskreis.

Auf dem Bild von links: Josef Löbbert, Clemens Keukenbrink, Paul Kappert, Ludwig Reichert, Roswitha Krusch-Oest, Christoph Mußmann

Warum ist ein Kulturzentrum als Begegnungsstätte so wichtig?

In den kommenden Jahrzehnten droht Nordwalde ein bedeutender Bevölkerungsschwund, mit dem auch ein wirtschaftlicher Rückgang zu erwarten ist. Wenn Nordwalde nicht zur Altenkolonie erstarren soll, braucht es Anziehungspunkte. Das Schulzentrum wird dafür nicht reichen. Sehr viele Nordwalder haben das inzwischen begriffen und unterstützen deshalb die Bürgerstiftung.

Es ist aber ungewiss, ob die Stiftung die drei großen Ausgaben finanzieren kann:

  • den Kauf des Grundstücks
  • den Umbau des Haupthauses
  • die laufende Unterhaltung des Geländes und der Gebäude
Hier liegt es nahe, dass die Gemeinde Nordwalde - wie in anderen Städten und auch in Altenberge - selbst das Grundstück kauft und es langfristig an die Bürgerstiftung verpachtet. Da die Gemeinde Schulden hat, muss man rechnerisch davon ausgehen, dass der Kauf des Grundstücks finanziert werden muss. Evtl. könnte aber die Bürgerstiftung die Zinsen für die Zeit der Tilgung übernehmen. Traut man ihr das nicht zu, wird sie noch viel weniger den Kauf selbst finanzieren können.

Was heißt "kostenneutral darstellen" (CDU)?

Die CDU will nur dann einem Ankauf durch die Gemeinde zustimmen, wenn er sich "kostenneutral darstellen" lässt. Im Planungsausschuss war die Fraktion nicht bereit (oder auch nicht in der Lage), diesen nebulösen Begriff zu erläutern. Am 23.08.2009 zog Frau Schemmann die Idee aus dem Hut, anderen Grundbesitz des Eigentümers des Bispinghofes in Nordwalde zum Bauland aufzuwerten, um damit den Bispinghof billiger erwerben zu können. "Kostenneutral" wird der Kauf dann aber immer noch nicht. Dieser Eiertanz der CDU verschleiert einfach ihr "Nein" zu dem Ankauf durch die Gemeinde. Damit sollen die Wähler getäuscht werden, die den Ankauf wollen und deshalb evtl. nicht die CDU wählen würden, sollte diese dem Kauf durch die Gemeinde eine offene und ehrliche Absage erteilen.

Von den Gegnern des Ankaufs wird verbreitet, dass der Gemeinde mit dem Ankauf wieder die Haushaltssicherung drohen könne. Für den Bispinghof wird aber - ohne dass Einzelheiten zur Höhe bekannt sind - nur eine relativ geringe Summe benötigt, relativ im Vergleich zu den Ausgaben, die die Gemeinde für andere Maßnahmen geplant hat, z.B. die Rathaussanierung und die Neuanlage des Sportgeländes. Dabei hat Nordwalde gerade ein sehr profitables Jahr 2008 hinter sich; und die Zinsen sind noch niedrig, nach der Wahl kann sich das ändern.

Für Nordwalde geht es um die historisch sicher letzte Chance, seine historische Keimzelle zu erwerben, damit die Bürgerstiftung daraus die Keimzelle einer Begegnungsstätte für alle macht. Wer das nicht will, wird auf die Frage, was es in Nordwalde Bemerkenswertes und Einmaliges gibt, weiterhin antworten müssen: Nichts!


Seitengestaltung / verantwortlich: Rudolf Fischer <fischru@uni-muenster.de> 2013-10-13