UWG Unabhängige
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Nordwalde
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UWG bedankt sich beim Wirtepaar der Ratsschänke

Bestürzung löste Anfang September 2017 die lakonische Mitteilung des Pächters der Ratsschänke, dass diese am 15. schließen werde, bei der UWG aus. Die Ratsschänke war seit vielen Jahren einfach die "Stammkneipe" der UWG für Fraktionssitzungen und Bürgersprechstunden. Überdies, wie der Name schon sagte, trafen sich zuweilen hier auch Ratsmitglieder fraktionsübergreifend zu einem lockeren Gespräch. Mit alledem ist abrupt Schluss. Auch Nordwalde verliert damit eine der letzten Traditionskneipen. Nicht nur die UWG, auch viele Vereine sind betroffen. Was aus dem Gebäude wird, weiß zurzeit niemand.

Ein ganz großer Dank gilt dem Wirtspaar Berthold und Maria Watermann, die über Jahrzehnte der UWG in der Ratsschänke einen Raum zur Verfügung gestellt haben. In der Ratsschänke gab es auch manches lockere Gespräch mit Bürgern an der Theke, aus dem die UWG Impulse für ihre Arbeit bekam.


Verkehrsberuhigung: Fahrradfahrer als LKW-Bremse?

UWG weiterhin skeptisch bei den Plänen zum Ortskern

Endlich ist die Umgehungsstraße da! "Jetzt wird Schluss damit sein, dass riesige Lastwagen und Trecker durch den Ortskern donnern" dachte sich der Bürger. Die UWG war aus Erfahrung misstrauisch. Allzu oft werden die Oppositionsfraktionen mit ihren Vorschlägen so lange hingehalten, bis sie auf einmal von der Entscheidung der Bürgermeisterin überrascht und mit der CDU-Mehrheit überstimmt werden. Deshalb hatte die UWG schon im Wahlkampf 2014 ihre Wünsche und Vorschläge zur Ortskernberuhigung, darunter eine LKW-Sperre, als Diskussionsgrundlage vorgelegt. Der Text erschien auch in diesem Netzauftritt (siehe den vollen Wortlaut im Wahlprogramm 2014) und am 6. März 2014 auch in den Westfälischen Nachrichten ("Neue Ideen für den Ortskern").

Enttäuschung im Oktober 2016

Am 25. Oktober 2016 wurde das Konzept des Rückbaus der Ortsmitte (vom Kreisverkehr Welle/Grevener Straße bis zur Bahnhofstraße, Einmündung Felix-Fraling-Straße) vorgestellt. Von Sperrung für LKWs war nicht die Rede. Da für Fahrradwege mit modernen Ausmaßen vor allem in der Welle kein Platz ist, sollen die Radfahrer auf die (verengte) Kfz-Verkehrsfläche verbannt werden. Die Straße wird optisch so gestaltet, dass alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt erscheinen und sich die Fahrradfahrer mit Bussen, LKWs und landwirtschaftlichen Fahrzeugen in gegenseitiger Rücksichtnahme den Fahrbahnraum teilen.

Soweit das Konzept, das dann auch noch unmittelbar beschlossen werden sollte. Das weckte doch erheblichen Widerstand. Da, wo ein Parkplatz vor einem Geschäft vorgesehen ist, bricht der markierte Fahrradstreifen ab, weil die Radfahrer um ihn herumfahren müssen. So sind Konfliktsituationen mit gerade überholendem Schwerverkehr zu befürchten, war ein Einwand.

Auf explizite Anfrage der UWG wurde klargestellt, dass ein Verbot des LKW-Verkehrs nicht möglich ist. Die Entscheidung wurde dann in den Hauptausschuss verschoben, aber auch im Rat stimmten die Grünen, die UWG und der größte Teil der SPD-Fraktion gegen die vorgelegten Pläne. Dann legte sich wieder monatelang Schweigen über das Ganze.

Herbst 2017: Unruhe in der Bürgerschaft

Im Herbst 2017 kam Unruhe unter den Bürgern auf, als zwar ein Bebauungsplan für den Ortskern aufgestellt wurde, vom Rückbau der Straßen im Ortskern aber nichts mehr zu hören war. Erst auf massive Rückfragen von Bürgern und der UWG sowie nach einigen Leserbriefen in der Presse kam aus der Bezirksregierung die Bestätigung, dass die beantragten Fördermittel für Straßenbau nur unter der Bedingung gezahlt werden, dass der LKW-Verkehr nicht ausgesperrt wird. Es darf aber natürlich bezweifelt werden, dass die Mehrheit der Bürger lieber auf die Fördermittel verzichtet, um bei der Gestaltung des Ortskerns freie Hand zu haben. Falsch ist aber auch die Behauptung der Westfälischen Nachrichten (18.11.2017), nicht die Gemeinde, sondern die Bezirksregierung entscheide allein. Letztere überwacht nur die ordnungsgemäße Verwendung der Fördermittel.

Verkehrsuntersuchung soll Zweifel ausräumen

Ein richtiger Schritt ist die beabsichtigte Verkehrsuntersuchung, die Klarheit über die Nutzer der Straßen im Ortskern bringen wird. Auch sollen die Pläne, wie Welle/Bahnhofstraße im einzelnen gestaltet werden sollen, im Rathaus aushängen, und sicher können sich Bürger noch mit konkreten Vorschlägen einbringen. Nachdem damit alle Fakten auf dem Tisch liegen, kann auch die UWG eher, wenn auch zögernd, den Plänen zustimmen, in der Hoffnung, dass den Fahrradfahrern wirklich nichts passieren wird.

Seitengestaltung / verantwortlich: Rudolf Fischer <fischru@uni-muenster.de> 2019-03-18